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2012-01-14: Weihnachtsbaumsammelaktion für das DAHW

Sammelaktion 2012 erbrachte ein Spendenaufkommen in Höhe von 8613,23 Euro

Meinerzen. Am Sonnabendmorgen trafen sich um 9 Uhr die freiwilligen Helfer hinter dem Parkplatz an der Stadthalle mit den von Meinerzhagenern Unternehmen zur Verfügung gestellten 22 LKW. Insgesamt 130 freiwillige Helfer, die entweder die Bäume einsammelten oder mit der Spendenbüchse von Haus zu Haus gingen, machten diese Aktion möglich. Hinzu kommen die Kameraden der Löschgruppe Willertshagen, die Jugendfeuerwehr der Stadt sowie die Verpflegungsgruppe des Löschzuges Röhnsal der Freiwilligen Feuerwehr Kierspe. Thomas Ahrens und seine Helfer bereiteten die Aktion in bewährter Weise akribisch vor, verteilten die Weihnachtsbaumsammelplakate für die Fahrzeuge, die Sammelbüchsen und wiesen Fahrer und Helfer noch einmal in die Routen ein. Das war aber oft gar nicht nötig, weil die meisten schon öfter dabei waren und die Wege ohnehin schon kannten. Dann setzte sich die Karawane in Bewegung, schwärtme in alle Richtungen aus. Voll beladen mit den ausrangierten Weihnachtsbäumen fuhren die LKW zur Schwenke, um dort die Bäume fachgerecht durch die Löschgruppe Willertshagen therminieren zu lassen. Ruckzuck wurden die LKW entladen, damit das Feuer neue Nahrung bekam. Besonders gern gesehen wurde ein roter Wechsellader der Firma Falz, dessen Fahrer (der Chef persönlich) die Bäume direkt in das Feuer kippte. In der Zwischenzeit baute die Verpflegungsgruppe der Freiwilligen Feuerwehr Kierspe die Feldküche auf, bereitete eine herzhafte Erbsensuppe zu, die sich die Helfer nach der Arbeit sichtlich schmecken ließen.
Am Abend wurde dann das Ergebnis bekannt: 8613,23 Euro können für das Hilfsprojekt gespendet werden.

Sponsoren:

Diese Unternehmen stellten für die Weihnachtsbaumsammelaktion 2012 Fahrzeuge oder Räumlichkeiten zur Verfügung:

Bauhof der Stadt Meinerzhagen, Bedachungen Wolfgang Müller GmbH, Burg Wächter, CA Vending, Etienne Mourmaux Tiefbau, Erdarbeiten, Landwirtschaftliches Lohnunternehmen, Friedrich Söhnchen Badachungen GmbH, Garten Landschaftsbau Forstservice Fabian Voß, Holz-Meeser GmbH, Holzwurm Thomas Arens, Köhler Bedachungsgeschäft GmbH, Michael Dango Natursteinhandel & Baudienstleistungen, MKM Manfred Krebs GmbH, MKS Meinerzhagener Kunststoff Spritzguss, Otto Fuchs KG, Spedition Heuel, Stadtwerke Meinerzhagen, Tiefbau Falz

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Was geschieht mit den Spenden?

Die durch die DAHW-Aktionsgruppe Meinerzhagen gesammelten Spenden sollen dem Sagaya Matha Leprosy Hospital mit Sitz in Pullambadi, gelegen im Süden des indischen Staates Tamil Nadu, zu Gute kommen. Dieses Hospital „führt seit 1965 Maßnahmen zur Bekämpfung von Lepra, Tuberkulose und HIV/ Aids durch, die Teil des staatlichen Gesundheitssystems sind“, erklärt Thomas Arens. Zur Lage [ext. Link]
„Der Einzugsbereich des Sagayya Matha Hospitals umfasst die Stadt Pullambadi (rd. 40.000 Einwohner ) sowie 202 Dörfer in der Umgebung.
Viele Menschen in der Projektregion arbeiten zeitweise in großen Städten, da es in der Region selber nur wenige Verdienstmöglichkeiten gibt. Die Migration der Arbeiter hat zur Folge, dass es vergleichsweise viele HIV/ Aids Infektionen und im Zusammenhang damit auch viele Tuberkulose-Infektionen gibt.

Projektaktivitäten

Das Hospital deckt ein recht ländliches und recht vernachlässigtes Gebiet ab. Für dieses Gebiet stellt das Hospital die Behandlung von Lepra und Tuberkulose sicher.
Zu dem Angebot gehört auch ein Physiotherapie-Angebot, mit der Behinderungen infolge einer Lepraerkrankung verhindert bzw. abgeschwächt werden. Flankiert werden diese Maßnahmen durch die Herstellung und Bereitstellung von speziellem Schuhwerk für ehemalige Lepra-Patienten. Mit diesen Schuhen werden die Füße vor Verletzungen geschützt. Die ehemaligen Lepra-Patienten werden bei der Bildung von Selbsthilfegruppen unterstützt. Diese Gruppen sind nicht nur exklusiv Menschen vorbehalten, die aufgrund einer früheren Lepra-Erkrankung an einer Behinderung leiden, auch Menschen, die aufgrund anderer Ursachen behindert sind, nehmen an den Selbsthilfegruppen teil.
Das Hospital betreibt ferner Aufklärungsarbeit zu den Krankheiten Lepra, Tuberkulose und HIV/ Aids.“

Das Deutsche Lepra- und Tuberkulose Hilfswerk

„Millionen Kranke und Ausgestoßene haben durch die Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe (DAHW) medizinische Behandlung oder soziale Unterstützung bekommen. Gegründet hat sich der eingetragene Verein im Jahr 1957 als „Deutsches Aussätzigen-Hilfswerk“. Seitdem leistet die DAHW – unabhängig von politischen oder konfessionellen Überzeugungen – nachhaltige Hilfe für kranke und ausgegrenzte Menschen in Entwicklungs- und Schwellenländern.
Hilfsprojekte der DAHW richten sich nach den Bedürfnissen vor Ort und umfassen eine sehr große Bandbreite: von der Unterstützung einzelner Krankenhäuser über die Ausbildung des staatlichen Gesundheitspersonals bis hin zur Förderung von Behinderten und Ausgestoßenen. In den Projekten arbeitet die DAHW mit Kirchen, anderen Hilfsorganisationen oder mit staatlichen Gesundheitsbehörden zusammen. Eigene, zumeist einheimische Mitarbeiter vor Ort sichern die Nachhaltigkeit der Arbeit und achten auf eine sparsame Verwendung der eingesetzten Hilfsgelder. In vielen Projekten sind inzwischen auch ehemalige Patienten für die DAHW tätig. Im Mittelpunkt der Arbeit steht die Hilfe für Opfer der Armutskrankheiten in Asien, Afrika und Südamerika.“ [ext. Link]
Die Tuberkulose, vor allem Lungen-TBC, ist erheblich ansteckender, erfolgt die Infektion doch meist durch Tröpfchen. Hustet der Erkrankte, entsteht ein sundenlang aktives, infektiöses Aerosol.  Im Endstadium zerstört die Krankheit die Lunge.
Am 29. Januar wird der Welt-Lepra-Tag begangen. Die Krankheit, hervorgerufen durch das Mykobakterium Leprae ist bereits seit 30 Jahren heilbar. Doch die Umwelt begegnet auch geheilten Menschen unfreundlich. Nicht von ungefähr nannte man damals in Europa die Krankheit Aussatz, gab es im Mittelalter die Leprosarien außerhalb der Städte. Wenn ein an Lepra Erkrankter unterwegs war, musste die Lepra-Ratsche benutzt werden, um andere Menschen zu warnen. In Trier hat sich die ehemalige Kapelle und das Lepra-Siechenhaus St. Jost erhalten. Was viele Menschen damals und heute nicht wussten bzw. wissen: Lepra ist kaum ansteckend.
Heute ist es in Entwicklungsländern nicht anders. Wer an Lepra erkrankt, verliert sämtliche sozialen Kontakte. Deshalb geht es in Lepra-Projekten auch nicht mehr nur um die Heilung der Krankheit, sondern eben auch darum, diesen Menschen eine Zukunft zu ermöglichen.

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© Ortsheimatpfleger Chris Riederer - meinerzen.de - 2007-2012 - (CC BY-NC-ND 3.0)