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2012-01-26: Winterwetter steht bevor

Marc Thiessenhusen, KierspeWinterwetterprognose

Nachdem der bisherige Verlauf des Winters alles andere als kalt war – Deutschlandweit gab es im Dezember eine Abweichung von +3,0K und 177% des durchschnittlichen Niederschlags und in diesem Januar bisher +3,48K und auch bereits knapp 160% des durchschnittlichen Niederschlags aus dem Vergleichszeitraum von 1961 bis 1990 – könnte mit dem Februar endlich der Winter in Mitteleuropa und damit auch im Märkischen Kreis Einzug halten. Die Wetterlage stellt sich massiv um. So hat sich über Russland ein starkes Hochdruckgebiet mit einem Kerndruck von 1055 bis 1060 Hektopascal entwickelt, welches sich ab dem Wochenende langsam westwärts bewegt und in Deutschland die milden Westwinde abschnürt. Ab Sonntag dreht der Wind voraussichtlich auf östliche Richtungen und es wird deutlich kältere und trockene Kontinentalluft angezapft. Stückweise gehen die Temperaturen zurück und in der kommenden Woche steigen die Temperaturen dann kaum noch über den Gefrierpunkt und verbleiben im Dauerfrost. Sollten leichte Niederschläge am Wochenende noch für eine dünne Schneedecke sorgen, so wären in der kommenden Woche in wolkenlosen und strahlungsreichen Nächten bei Windstille Temperaturen im mäßigen und strengen Frostbereich möglich (zum Teil auch unter -10 Grad Celsius). Wie stabil die Lage letztendlich wird, muss sich erst noch zeigen, denn Deutschland liegt voraussichtlich genau auf der Grenze zwischen milderen Luftmassen über Frankreich und den BeNeLux-Staaten sowie arktischer Kälte über Polen. Bereits wenige Kilometer können den Unterschied zwischen einer rascheren Milderung oder einer Fortdauer des Winterwetters ausmachen. Bisher scheint es aber eher eine längere kältere Periode zu geben, auch wenn das leider noch nicht in Stein gemeißelt ist. Endmittelfristig gibt es dann verschiedene Szenarien: Einige Modelle (wie das amerikanische GFS-Modell) berechneten zuletzt eine Einwinterung mit viel Schnee in den ersten Februartagen, andere Modelle sind deutlich zurückhaltender und bleiben bei Kälte, Kahlfrost und Sonnenschein und wieder andere Berechnungen deuten auf eine langsame Milderung hin (das europäische ECMWF-Modell). Aber welches Szenario sich auch durchsetzt – eins steht fest: Die bisher kältesten Tage des Winters 2011/2012 stehen bevor.

Quelle der Grafik: www.wetter3.de [ext. Link]

Winterrückzugsgebiete
Der Winter lauert auf seinen Einsatz. Im Bild die Rückzugsgebiete.
Nordhelle
Noch sind nur die Spitzen überzuckert. doch schon bald könnte es richtig Schnee geben.
Frostgebilde
Geformt durch den Nachtfrost. Die Aufnahme entstand bei Wilkenberg.

 

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© Ortsheimatpfleger Chris Riederer - meinerzen.de - 2007-2012 - (CC BY-NC-ND 3.0)