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2012-01-29: Stabwechsel beim Löschzug I der Freiwilligen Feuerwehr

Meinerzen. Auf der gestrigen Jahreshauptversammlung des Löschzuges I der Meinerzhagener Feuerwehr übergab Wehrleiter Thomas Decker das Kommando an Steffen Kohl. Sein Vorgänger Siegfried Ernst wurde ehrenvoll mit Bembel verabschiedet und wechselte in die Alters- und Ehrenabteilung. In seiner Ansprache führte Wehrleiter Decker aus:

"Jetzt ist er also gekommen, der Tag des Abschieds als Einheitsführer sowie als aktives Mitglied im Löschzug I. Seit du vor zwei Jahren als kommissarischer Einheitsführer eingesetzt wurdest, ist die Zeit wie im Fluge vergangen. Du hast in dieser Zeit dafür gesorgt, dass der Löschzug in ruhigen Gewässern geschwommen ist. Siggi, du hast auf deine Art dazu beigetragen, Missstimmungen und Meinungsverschiedenheiten aus dem Weg zu räumen.

Ich hatte gedacht, dass man dich noch umstimmen könne und du noch ein paar Jährchen dran hängst, es ist uns aber leider nicht geglückt. Dies ist bedauerlich zumal gerade heutzutage jede ehrenamtliche Hand für den aktiven Dienst gebraucht wird. Aber ein Sprichwort sagt: „Wer gute Leute hat, läuft auch das Risiko, sie zu verlieren.“ Und genau das ist passiert. Und leid tut es schon, einen Mann im stolzen Alter von 52 Jahren in die Ehrenabteilung zu verabschieden.

Siggi, in den vergangenen 31 Jahren hast Du Dich für das Gemeinwohl und die Bürger unserer Stadt eingesetzt. Dafür möchten wir dir danken, ganz herzlich für Deine Bereitwilligkeit und für Deine Einsatzbereitschaft bei Tag und bei Nacht. Diesen Dank darf ich aber nicht nur für uns aussprechen. Es ist auch der Dank von Rat und Verwaltung und allen Mitbürgern unserer Stadt. Denn Leute, die Verantwortung tragen und ehrenamtlich Ihren Mitmenschen helfen wollen, werden gebraucht und werden immer gebraucht werden. Gerade die demographische Entwicklung zeigt uns immer wieder, wie schwer es ist, unseren Personalbestand zu halten. Menschen wie du sind der Grund, weshalb die Feuerwehr so ein hohes Ansehen genießt.

Man sieht; einiges ist im Umbruch; Bewährtes geht, Neues kommt; das ist nichts Neues, das ist nichts Besonderes. Dennoch darf man um besondere Aufmerksamkeit bitten, wenn Menschen Veränderungen wünschen, Veränderungen die eigentlich undenkbar erscheinen, weil verlässliche, vertrauensvolle und viel versprechende Arbeit abgelegt wurde.


Ich persönlich habe immer gerne mit Dir zusammen gearbeitet. Du warst einer mit dem ich mich auf Augenhöhe verständigen konnte. Siggi, auch von mir persönlich noch einmal vielen Dank!

Heute legst du nach 2 Jahren Einheitsführer das Amt nieder, so war es ja auch besprochen, ich weiß. Ich weiß aber auch, auch wenn es den Anschein hat, dass es dir nicht leicht fällt.

Siggi, ich wünsche dir für die Zukunft alles Gute, vor allem aber Gesundheit.

Du gibst die Verantwortung nun an die Kameraden Steffen, Markus und Matthias weiter. Ein Abschied ist auch immer ein Zeitpunkt des Neubeginns und so kommen wir nun zu den neuen Dreien.

Nach dem Steffen und Markus, im Januar 2010 kommissarisch als stellvertretende Zugführer eingesetzt wurden, haben Sie ihre Sache in der Zeit sicher sehr ordentlich erledigt und ich darf die beiden heute, Steffen zum Zugführer und Markus zu seinem Stellvertreter ernennen.

Steffen, dass hast du schon mal gut getimt, der Löschzug Meinerzhagen hat nach 35 Jahren wieder einen Löschzugführer Kohl.

Matthias, dich darf ich gleichzeitig erst als kommissarischen Zugführer ernennen, denn du wirst erst den Zugführerlehrgang am Idf in Münster absolvieren müssen.

Dass sich die drei sicher erstmal beweisen müssen ist am Anfang immer so, aber ein altes Sprichwort sagt:

Ein Anfang ist kein Meisterstück,
doch guter Anfang halbes Glück.

Der Mannschaft möchte ich mit auf den Weg geben, diese drei Kameraden mit Rat und Tat so gut wie es nur eben geht zu unterstützen. Ihr alle zusammen müsst kräftig an einem Strang ziehen und hier beweisen, dass Ihr alle hinter eurer Entscheidung vom Dezember steht. Denn die beste Ausrüstung nützt nichts, wenn man nicht miteinander arbeiten kann. Sicher werden wir immer mal wieder unterschiedlicher Meinung sein, hoffe aber dass wir uns auf kameradschaftliche und sachlicher Art einigen.

Wir wünschen euch zu Eurer neuen Aufgabe viel Glück und Energie um Eure Ziele umzusetzen und haltet euch immer vor Augen, dass wir Feuerwehrdienst leisten um unseren Mitmenschen die in Not geraten sind zu helfen.

Ich betone den Geist der Kameradschaft und möchte mit dem Wahlspruch enden:

Einer für alle - alle für einen.
Gott zur Ehr – dem nächsten zur Wehr"

 

Geehrt wurde an diesem Abend auch der neue Löschzugführer für 25 Jahre Mitgliedschaft bei der Feuerwehr. Diese scheinbar "frühe" Ehrung eines jungen Kameraden ergibt sich aus dem zeitigen Eintritt Steffen Kohls in die Jugendfeuerwehr.

Befördert wurde vom Brandmeister zum Oberbrandmeister Jörg Pieper.

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