Aufgabenbereiche eines Ortsheimatpflegers in Westfalen
Zu den Aufgabenbereichen eines Ortsheimatpflegers, definiert durch den Westfälischen Heimatbund [Link], gehören die unten folgenden Aspekte:
- Bewahrung der Vielfalt und Schönheit von Natur und Landschaft
- Sammlung und Bewahren historischer Zeugnisse sowie die sachgerechte Sammlung, Pflege und Verbreitung westfälischen Schrifttums,
- Bodendenkmalpflege und Baudenkmalpflege,
- Baupflege,
- Traditions- und Brauchtumspflege,
- Sprachpflege,
- Zusammenarbeit mit den Schulen, Jugendarbeit,
- Öffentlichkeitsarbeit (Vorträge, Ausstellungen, Führungen und Rundgänge),
- Tätigkeit als sachkundiger Bürger, um die Zukunft der Heimat bewusst mitzugestalten.
Mitwirkung in Gremien
"Der Ortsheimatpfleger oder der Sprecher der Ortsheimatpfleger sollte als sachkundiger Bürger Mitglied des Fachausschusses werden, in dem Fragen der Heimatpflege behandelt werden, d. h. im allgemeinen des Kulturausschusses und des Umweltausschusses. Darüber hinaus sollte er als sachkundiger Bürger zu allen Sitzungen der Gemeindevertretung bzw. anderer Fachausschüsse zugezogen werden, die die Heimatpflege betreffen.
Barauslagen, die ihm in Ausübung seiner Tätigkeit entstehen, sollten im Rahmen vorliegender Ratsbeschlüsse auf Antrag erstattet oder durch eine angemessene Aufwandsentschädigung abgegolten werden." [Westfälischer Heimatbund: Merkblatt zur Heimatpflege in Westfalen, S. 2 [Link]]
Ortsheimatpflege konkret
Ich gehe davon aus, dass nicht alle oben genannten Aspekte immer gleichzeitig im Vordergrund stehen können. Mal wird der eine, mal der andere stärker berücksichtigt werden.
Natürlich bin ich besonders am Erhalt von Bau- und Bodendenkmalen interessiert. Im Interesse des Denkmals und seiner Nutzer bin ich jedoch offen für innovative Lösungen. Als Ortsheimatpfleger möchte ich mich als Ansprechpartner für alle oben angesprochenen Themenfelder zur Verfügung stellen.
Meinerzhagen hat "ES" noch nicht
Und noch etwas: Attendorn hat „es“, Olpe hat „es“, Plettenberg hat „es“, Halver hat „es“, Lüdenscheid hat „es“ in ganz groß. Kierspe hat „es“ auch. Meinerzhagen hat „es“ noch nicht. Ich bin dafür, dass wir alle noch einmal darüber nachdenken sollten, ob nicht auch Meinerzhagen „ES“ haben sollte: ein Haus, in dem die eigene Ortsgeschichte erlebbar ist, in dem Meinerzhagener für Meinerzhagener Erinnerungen für die Zukunft aufbewahren, Erinnerungen erlebbar machen.
Eine Herausforderung ist auch die Aufgabe, Geschichte im öffentlichen Raum erlebbar zu machen. Darin eingeschlossen ist auch die Erinnerung an die ehemaligen jüdischen Mitbürger, Zwangsarbeiter und politisch Verfolgten in der Zeit des nationalsozialistischen Terrors.
 |